Saudi-Arabien zeigt einen klaren Fortschritt bei der Umsetzung seines Programms zur wirtschaftlichen Diversifizierung und erzielt gleichzeitig positive Ergebnisse bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Diese Schlussfolgerungen wurden im neuesten Wirtschaftsbericht von PwC für das Königreich gezogen.
Die Analyse der PwC-Ökonomen ergab, dass es Saudi-Arabien gelungen ist, den Anteil der Nicht-Öl- und Gaswirtschaft im Jahresvergleich um 3,8% zu steigern. Dies war möglich durch das Wachstum des Privatsektors von 4,9% im zweiten Quartal, dem höchsten Wert des Jahres. Die wichtigsten Treiber dieses Wachstums waren die Sektoren Handel und Gastgewerbe sowie eine positive Dynamik im Verkehr, in der Telekommunikation und in den Finanz- und Geschäftsdienstleistungen.
„Vision 2030“: Die Diversifizierungsstrategie Saudi-Arabiens
Die Diversifizierungsstrategie Saudi-Arabiens, bekannt als „Vision 2030“, zielt darauf ab, die Abhängigkeit des Königreichs von Öl zu verringern und andere Sektoren der Wirtschaft zu entwickeln. Darüber hinaus umfasst das Programm die Förderung von Investitionen in nicht-ölbasierte Sektoren. Diese Strategie, die 2016 eingeführt wurde, hat das Ziel, die Wirtschaft des Landes durch drei Hauptziele zu transformieren: Wohlstand für die Wirtschaft, eine dynamische Gesellschaft und eine ambitionierte Nation.
Nachhaltige Entwicklung und ökologische Initiativen
Das Königreich arbeitet aktiv daran, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und gleichzeitig wirtschaftliche Stabilität zu bewahren. Im Rahmen der grünen Initiative strebt Saudi-Arabien an, die Wirtschaft und Industrie widerstandsfähiger zu machen, indem es Initiativen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Förderung der ökologischen und natürlichen Ressourcennutzung umsetzt.
In ihrem Bericht hob PwC auch die Erfolge Saudi-Arabiens bei der Entwicklung alternativer Energiequellen hervor, insbesondere bei der Erschließung von Begleitgas, dessen Anteil heute die Hälfte der gesamten Gasproduktion im Land ausmacht. Außerdem soll die Gasförderung im Jafuri-Feld gesteigert werden, wobei der Abbau im dritten Quartal 2025 beginnen soll. Dies wird die Energiesicherheit stärken und den Übergang zur Energieversorgung unterstützen.

Energietransformation: Erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge
Ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Entwicklung sind Investitionen in erneuerbare Energien. Im Rahmen des nationalen Programms für erneuerbare Energien strebt Saudi-Arabien an, bis 2030 50% seiner Elektrizität aus erneuerbaren Quellen zu produzieren. Bis September 2024 sind im Land 21 Projekte für erneuerbare Energien mit einer Gesamtleistung von 19 GW vertraglich gebunden. Eine dieser Initiativen ist das 700-MW-Solarprojekt Al-Rass, das im August 2024 in Betrieb genommen wurde und Teil des ambitionierten Plans ist, bis 2030 eine Kapazität von 130 GW zu erreichen.
Das Königreich investiert auch in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen (EV). Im Rahmen dieses Projekts plant Saudi-Arabien die Schaffung eines Hubs in der König-Abdullah-Wirtschaftsstadt, in dem bis 2026 150.000 Elektrofahrzeuge produziert und bis 2030 500.000 produziert werden sollen. Außerdem wird die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge erweitert, einschließlich der Installation von 5.000 Schnellladestationen bis 2030.
Kommentare von Experten
Eryad Al Najjar, Chairman von PwC im Nahen Osten, erklärte: „Der Transformationsprozess Saudi-Arabiens vereint wirtschaftliche Diversifizierung mit nachhaltigem Wachstum. Dieser Fortschritt zeigt die Fähigkeit des Königreichs, neue Möglichkeiten zu schaffen, Innovationen zu fördern und eine nachhaltige Zukunft für die nächsten Generationen zu sichern.“
Faisal Alsaraj, stellvertretender Senior Partner von KSA in der Ukraine, fügte hinzu: „Die Strategie Saudi-Arabiens zur wirtschaftlichen Diversifizierung und nachhaltigen Entwicklung zeigt seine Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit. Diese Bemühungen ebnen den Weg zu einer umweltfreundlicheren Zukunft und setzen gleichzeitig einen Maßstab für den globalen Übergang der Energieversorgung.“